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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Mittwoch, 23. Juli 2014 12:00 Uhr
Nächste Information: Freitag, 25. Juli 2014 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 2 Aare unterhalb Bielersee 20.07.14, 12 Uhr 25.07.14, 12 Uhr
Hochwasser 2 Brienzersee 22.07.14, 12 Uhr 25.07.14, 12 Uhr

Weiterhin erhöhte Wasserstände auf der Alpennordseite

Leichte Entspannung. Jedoch noch verbreitet erhöhte Wasserstände, insbesondere an Aare und Brienzersee.

Wetter/Niederschläge

Aktuelle Situation

Das wetterbestimmende Tiefdruckgebiet der vergangenen Tage hat sich verflacht und ist nach Südosteuropa abgezogen. Die mittleren und höheren Luftschichten wurden abgetrocknet, nach den anhaltenden Niederschlägen ist in den bodennahen Luftschichten aber noch erhebliche Feuchte vorhanden, die mit teilweise sonnigem Wetter in den kommenden Tagen wieder erwärmt und labilisiert wird und Anlass zu isolierten Schauern und schwachen Gewittern gibt.

Nachtrag zum Niederschlagsereignis vom Montag und Dienstag 21./22. Juli: mittlerweile liegen die meisten Bodenmessungen der Beobachter sowie der Automaten vor und bestätigen die bereits während des Ereignis mit Echtzeit-Daten und Radar abgeschätzten 48-Stundensummen von 70 bis 110 mm, die in einem Streifen vom mittleren Thurgau über den südlichen Kanton Zürich, Schwyz, Zug und den Vierwaldstättersee hinweg bis ins östliche Berner Oberland sowie in Teilen des Alpsteins gefallen sind. In den angrenzenden Gebieten der Alpennordseite sind 25 bis 70 mm Regen gefallen; im Genferseegebiet sowie in den Alpen und auf der Alpensüdseite waren es weniger als 25 mm.

Prognose

Von Mittwoch bis Samstag ist mit generell freundlichem Wetter zu rechnen. Die Schauer und Gewitterneigung nimmt wieder etwas zu, konzentriert sich aber vorerst auf die Alpen und Voralpen sowie die Alpensüdseite. Die zu erwartenden Niederschlagsmengen liegen zwischen 10 und 20 mm pro Tag, treten auf Grund des Schauercharakters jedoch nur örtlich auf. Die Schneefallgrenze liegt auf rund 3000 Metern.

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Die Abflussspitzen haben in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch nun auch die grösseren Fliessgewässer passiert. Der Rhein bei Basel erreichte seinen Maximalwert gegen Mitternacht. Es wurde ein Abfluss im Bereich der Gefahrenstufe 3 registriert. Derzeit sinken die Wasserführungen verbreitet. Viele Fliessgewässer, insbesondere die Seeauslässe, führen jedoch immer noch stark erhöhte Abflussmengen. Am Vierwaldstättersee wird derzeit noch ein Ausfluss im Bereich der Gefahrenstufe 2 beobachtet, am Bielersee und Zürichsee liegen die Ausflüsse hingegen knapp darunter. Am Hochrhein bei Basel werden aktuell Abflüsse im Bereich der Gefahrenstufe 2 gemessen.

Die Wasserstände an den meisten Alpenrandseen sind seit gestern Abend weiter angestiegen. Die Schwelle zur Gefahrenstufe 2 wurde jedoch bisher nur am Brienzersee und marginal am Zürichsee überschritten. An den anderen grösseren Seen liegen die Pegelstände knapp darunter. Die Seepegel zeigen allesamt kaum noch steigende Tendenz, sondern stabilisieren sich auf ihren derzeitigen Niveaus. In Einzelfällen werden bereits sinkende Wasserstände registriert.

Prognose

Die Wasserführungen in den Fliessgewässern werden mit Ausnahme einzelner Seeausflüsse weiter zurückgehen. Die Warnungen für die Fliessgewässer können mehrheitlich aufgehoben werden. Einzig der Gewässerabschnitt der Aare unterhalb des Bielersees wird weiterhin mit der Gefahrenstufe 2 bewarnt. Ebenfalls im Bereich der Gefahrenstufe 2 verbleibt der Brienzersee. Hingegen werden Bielersee, Thunersee und Vierwaldstättersee entwarnt.

  

Station Gefahrenstufe Maximum Zeitpunkt Maximum
Aare-Brügg 2 550 - 580 m³/s 23.07.14, 12:00 Uhr - 25.07.14, 12:00 Uhr

Massenbewegungen

Aktuelle Situation

Die Niederschläge haben in der Nacht auf Mittwoch nachgelassen, die Böden sind aber weiterhin weitgehend wassergesättigt.

Prognose

Durch die abklingenden Niederschläge entspannt sich die Situation langsam. Aufgrund der hohen Wassersättigung der Böden sind aber lokal weiterhin Abgänge von Hangrutschungen möglich.

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