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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Mittwoch, 1. April 2015 12:00 Uhr
Nächste Information: Donnerstag, 2. April 2015 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 2 Alpennordhang, westlicher Jura, östliches Mittelland 29.03.15, 18 Uhr 04.04.15, 12 Uhr

Ende stürmischer Wind, Ende intensiver Regen am Alpennordhang, Ende anhaltender Schneefall in Berglagen. Fortdauer der Hochwassergefahr auf der Alpennordseite.

Ende stürmischer Westwind, Ende anhaltender Regen am Alpennordhang und Schnee in den Bergen. Fortdauer der Hochwassergefahr an kleinen und mittleren Flüssen auf der Alpennordseite.

Wetter

Aktuelle Situation

Die kräftige West- bis Nordweströmung über der Schweiz dauert zwar weiter an, lässt aber mindestens zeitweise etwas nach. Damit können die Warnungen der Stufe 3 für Niederschläge und Wind am Alpennordhang und in den Alpen heute aufgehoben werden. In der Folge werden Warnungen der Stufe 2 ausgegeben.

Kurzer Rückblick: in den vergangenen 72 Stunden fielen in den gewarnten Gebieten am Alpennordhang und den Alpen sowie im Jura Niederschlagsmengen von 50 bis 100 mm, lokal bis 150 mm. Damit wurde die Stufe 3 nur lokal erreicht oder überstiegen. Beim Wind wurden gleichzeitig  in den Voralpen und Alpen Böenspitzen von 110 bis 160 km/h erreicht. Damit wurde die gewarnte Stufe 3 recht verbreitet erreicht.

Prognose

Die Nordwestlage dauert bis mindestens Karsamstag an. Dabei ziehen weitere Störungen zur Alpennordseite und zu den Alpen.

Die Winde frischen am Donnerstag auf der Alpennordseite zwar nochmals kräftig auf, sollten aber die Stufe 3 nicht mehr erreichen.

Auch die Niederschläge dauern in den kommenden 72 Stunden zwar weiterhin und recht häufig an, besonders am zentralen und östlichen Alpennordhang, sollten aber insgesamt ebenfalls nicht mehr die Stufe 3 erreichen. Die Schneefallgrenze liegt meist zwischen 700 bis 1200 Metern.

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Die erhöhten Wasserstände der Fliessgewässer auf der Alpennordseite sind seit Montagabend mehrheitlich gesunken. Im Jura stiegen allerdings einige stark karstbeeinflussten Flüsse am Dienstag noch deutlich an. Die Pegel der Seen befinden sich auf erhöhtem Niveau, liegen aber noch unterhalb der Gefahrenstufen. Die Abflüsse der regulierten Seen im Berner Oberland und der Jurarandseen werden auf erhöhtem Niveau gesteuert, um die Seespiegel rasch wieder abzusenken und Retentionsraum zurück zu gewinnen.

Prognose

In den nächsten Tagen können die Niederschläge zu erneuten raschen Abflussanstiegen in den kleineren Einzugsgebieten mit gesättigten Böden am Alpennordhang führen. Auch im Westjura können in Karstgebieten lokale Ausuferungen nicht ausgeschlossen werden. Bis zum Wochenende ist nicht mit einer grundsätzlichen Entspannung der Lage zu rechnen. An grösseren Flüssen und Seen werden jedoch nach aktueller Einschätzung keine Warnstufen überschritten.

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