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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Montag, 18. Mai 2015 12:00 Uhr
Nächste Information: Dienstag, 19. Mai 2015 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 3 Aare unterhalb Bielersee 18.05.15, 12 Uhr 20.05.15, 12 Uhr
Hochwasser 2 Graubünden 19.05.15, 00 Uhr 21.05.15, 00 Uhr

Hochwasserentwarnung für den Neuenburgersee und regionale Hochwasserwarnung für Graubünden

Die Lage an den Jurarandseen entspannt sich weiter. Im Süden und in Graubünden sind ab Montagabend neue Niederschläge vorhergesagt. Fürs Bündnerland wird eine Hochwasserwarnung herausgegeben.

Wetter

Aktuelle Situation

Das Wochenende brachte mit Zwischenhocheinfluss zunehmend sonniges und niederschlagsfreies Wetter. Am Montag gelangt der Alpenraum zunehmend in den Einflussbereich von südwestlichen Höhenwinden, welche in einer ersten Phase feuchte und zunehmend instabil geschichtete Luft zur Alpensüdseite führen.

Am Dienstag erfasst aus Westen eine Kaltfront die Schweiz, damit wird eine feuchtkühle Wetterlage eingeleitet. Insbesondere auf der Alpensüdseite sowie in den zentralen und östlichen Voralpen und Alpen werden bis Freitag grössere Niederschlagsmengen erwartet.

Prognose

Im Zeitraum von Dienstagmorgen bis Donnerstagabend werden in den zentralen und östlichen Voralpen und Alpen 60 bis 90, stellenweise bis 110 mm Regen erwartet. In einer ersten Phase bis etwa Mittwochvormittag können die Niederschläge besonders im Kanton Graubünden auch noch gewittrig durchsetzt sein. Dabei liegt die Schneefallgrenze auf 2400 bis 2900 Metern. Bis am Dienstagabend sinkt die Schneefallgrenze aus Nordwesten gegen 1800 Meter, in Nord- und Mittelbünden auf etwa 2200 Meter und im Engadin auf 2700 Meter. In der Folge schwankt die Schneefallgrenze zwischen 1000 und 1400 Metern. Während intensiveren Niederschlägen kann die Schneefallgrenze besonders im Glarnerland und in Graubünden bis in die Täler sinken.

Auf der Alpensüdseite wird im gleichen Zeitraum 70 bis 100 mm Niederschlag erwartet, die Schneefallgrenze befindet sich am Dienstag auf rund 2800 Metern und sinkt in der Folge auf 1600 bis 2000 Meter.

Die vorhergesagten Niederschlagsmengen sind für alle Regionen noch mit einigen Unsicherheiten behaftet.

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Die Hochwasserlage an den Jurarandseen hat sich in den letzten Tagen dank trockener Witterung und einem erhöhten Ausfluss aus dem Bielersee weiter entspannt. Alle 3 Seen liegen zurzeit in der Gefahrenstufe 1, somit kann die Hochwasserwarnung schliesslich auch für den Neuenburgersee aufgehoben werden. Der Ausfluss aus dem Bielersee ist immer noch auf hohem Niveau reguliert. Er befindet sich aktuell in der Gefahrenstufe 3. Somit gilt an der Aare bis zur Einmündung der Emme die Gefahrenstufe 3 und unterhalb der Emmeeinmündung bis Murgenthal die Gefahrenstufe 2. In der ganzen Schweiz sind die Abflüsse und Pegelstände zurzeit tendenziell erhöht.

Prognose

Am Montag werden die Fliessgewässer in den Voralpen und Alpen aufgrund der Schneeschmelze einen Tagesgang aufweisen. Ab Montagabend sind neue Niederschläge vor allem im Südtessin und in Graubünden vorhergesagt. Die Pegel der kleinen und mittleren Fliessgewässer werden in diesen Regionen mit zum Teil starken Abflussanstiegen reagieren. Eine regionale Hochwasserwarnung wird fürs Bündnerland herausgegeben. In den nächsten Tagen werden steigende Pegel am Alpenrhein, am Inn sowie am Bodensee erwartet.

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