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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Dienstag, 19. Mai 2015 12:00 Uhr
Nächste Information: Mittwoch, 20. Mai 2015 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 2 Graubünden 19.05.15, 00 Uhr 21.05.15, 00 Uhr
Hochwasser 2 Aare unterhalb Bielersee 19.05.15, 12 Uhr 22.05.15, 12 Uhr
Hochwasser 2 zentraler Alpennordhang, östlicher Alpennordhang, östliches Mittelland 19.05.15, 12 Uhr 24.05.15, 12 Uhr

Regionale Hochwasserwarnung für Graubünden sowie Teile der Zentral- und Ostschweiz

Die Lage an den Jurarandseen entspannt sich weiter. Für den zentralen und östlichen Alpennordhang sowie das östliche Mittelland und Graubünden wird eine regionale Hochwasserwarnung herausgegeben.

Wetter

Aktuelle Situation

Heute Dienstag erfasst aus Westen eine Kaltfront die Schweiz, damit wird eine feuchtkühle Wetterlage eingeleitet. In der Folge entwickelt sich am Mittwoch ein Genuatief, welches bis mindestens am Freitag wetterbestimmend bleibt. Insbesondere in den zentralen und östlichen Voralpen und Alpen werden deshalb bis Freitag grössere Niederschlagsmengen erwartet.

Prognose

Im Zeitraum von Dienstagmittag bis Freitagmittag werden in den zentralen und östlichen Voralpen und Alpen 60 bis 100, stellenweise bis 110 mm Regen erwartet. In einer ersten Phase, die bis etwa Mittwoch am Mittag dauert, können die Niederschläge besonders im Kanton Graubünden auch noch gewittrig durchsetzt sein. Somit sind hier innert kurzer Zeit rund 30-50 mm Regen möglich.

Die Schneefallgrenze liegt anfangs auf 2200 bis 2500 Metern, in Graubünden teils noch auf 2800 Metern. Bis am Dienstagabend sinkt die Schneefallgrenze auf der Alpennordseite gegen 1800 Meter, in Nord- und Mittelbünden auf etwa 2200 Meter und im Engadin auf 2600 Meter. In der Folge schwankt sie zwischen 1000 und 1400 Metern und steigt am Freitag aus Osten langsam gegen 1900 Meter. Während intensiveren Niederschlägen kann die Schneefallgrenze am Mittwoch und Donnerstag stellenweise bis in die Täler sinken. Damit sind im Zeitraum von Mittwochmorgen bis Freitagmorgen oberhalb von rund 1600 Metern etwa 35 bis 70 cm Neuschnee zu erwarten. Im Hochgebirge sind die Mengen höher.

Die vorhergesagten Niederschlagsmengen sind für alle Regionen weiterhin mit Unsicherheiten behaftet.

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Die Hochwasserlage an den Jurarandseen hat sich in den letzten Tagen dank trockener Witterung und einem erhöhten Ausfluss aus dem Bielersee weiter entspannt. Alle 3 Seen liegen in der Gefahrenstufe 1. Der Ausfluss aus dem Bielersee wird immer noch auf hohem Niveau reguliert, er wird jedoch im Verlaufe des Dienstag in die Gefahrenstufe 2 zurückgehen. Somit gilt neu an der Aare bis zur Einmündung der Emme die Gefahrenstufe 2. Unterhalb der Emme-Einmündung bis Murgenthal liegt die Aare wieder unterhalb der Gefahrenstufe 2, die bestehende Warnung kann für diesen Gewässerabschnitt aufgehoben werden. Die Fliessgewässer im Südtessin sowie im Engadin haben auf die seit gestern Montag gefallenen Niederschläge nur wenig reagiert und sind nur leicht angestiegen.

Prognose

Die Pegel der kleinen und mittleren Fliessgewässer im Tessin und insbesondere in Graubünden können im Zeitraum zwischen Dienstagnachmittag bis Mittwochabend stark ansteigen. Eine regionale Hochwasserwarnung fürs Bündnerland ist aktiv. Der Inn und der Alpenrhein werden bis Mittwoch ebenfalls mit stärkeren Abflussanstiegen reagieren, jedoch nach aktuellen Prognosen die Gefahrenstufe 2 nicht erreichen. Steigende Pegel werden auch am Bodensee sowie am Lago di Lugano erwartet.

Aufgrund der prognostizierten Niederschläge wird zusätzlich eine regionale Hochwasserwarnung für den zentralen und östlichen Alpennordhang sowie für das östliche Mittelland ausgegeben.

Colonna da context