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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Sonntag, 14. Juni 2015 12:00 Uhr
Nächste Information: Montag, 15. Juni 2015 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 2 Mittelbünden, Oberwallis, Sopraceneri, Urner Alpen 12.06.15, 18 Uhr 15.06.15, 12 Uhr
Hochwasser 2 Alpennordhang, Mittelland 14.06.15, 15 Uhr 15.06.15, 18 Uhr

Starkregen und Hochwassergefahr auf der Alpennordseite

Die gewittrig durchsetzten Starkniederschläge führen in der Nacht auf Montag zu teilweise starken Abflussanstiegen in den Flüssen der Alpennordseite.

Wetter

Aktuelle Situation

Der Alpenraum liegt im Einflussbereich von feuchter, warmer und labil geschichteter Luft. Somit ist mit gewittrig durchsetztem Starkregen zu rechnen. Auf Montag bildet sich auf der Alpennordseite eine Luftmassengrenze aus. Es ist mit weiteren, teils ergiebigen Niederschlägen zu rechnen.

Prognose

Am Nachmittag und Abend werden sich ausgehend von den Voralpen und Alpen Gewitter bilden, die allmählich auch im Flachland weitere Gewitter auslösen. Die Wettermodelle zeigen am Abend und in der Nacht die Bildung eines grossräumigen Gewitterkomplexes, der primär für ergiebigen Regen sorgen wird. Die Zugbahn dürfte insbesondere die Deutschschweiz betreffen, die genaue regionale Eingrenzung ist aber schwierig bis unmöglich. Die erwarteten Regenmengen liegen bei rund 30 bis 50 mm, in den am stärksten betroffenen Gebieten können 50 bis 80 mm fallen. Da die betroffenen Gebiete nicht exakt vorhergesehen werden können, wurde die Alpennordseite grossräumig mit einer Stufe 2 Regenwarnung versehen. Vor den kräftigsten Entwicklungen werden zusätzlich Gewitterwarnungen ausgegeben werden.

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Die Abflüsse auf der Alpennordseite sind zurzeit durchschnittlich bis unterdurchschnittlich. Im Tessin und in den angrenzenden Gebieten vom Südwallis übers Goms bis nach Mittelbünden sind die Abflüsse aufgrund der Niederschläge der letzten Tage erhöht. Die Pegelstände der Seen auf der Alpennord- wie auch auf der Alpensüdseite entsprechen den saisonalen Durchschnittswerten.

Prognose

Die ab Sonntagmittag vorhergesagten, gewittrig durchsetzten Starkniederschläge führen auf der Alpennordseite zu teilweise markanten Abflussanstiegen. Nach aktueller Einschätzung werden die Gebiete von der Zentral- bis zur Ostschweiz sowie die Nordschweiz am stärksten betroffen sein. Dabei kann in diesen erwähnten Regionen an kleineren und mittleren Flüssen die Gefahrenstufe 2 erreicht werden. Es ist nicht auszuschliessen, dass auch grössere Gewässer wie beispielsweise die Sihl, die Kleine Emme und die Emme die Gefahrenstufe 2 erreichen. Die intensiven Gewitterregen können lokal Hangrutschungen auslösen.

Im Tessin sowie in den angrenzenden Gebieten vom Oberwallis über die Gotthard-Region bis nach Mittelbünden können die prognostizierten Niederschläge bis Montagmorgen zu teilweise starken Abflussanstiegen in den kleineren und mittleren Fliessgewässern führen. Nach aktueller Einschätzung wird die Gefahrenstufe 2 an den grösseren Flüssen wie Maggia und Ticino sowie am Lago Maggiore und Lago di Lugano nicht erreicht.

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