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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Mittwoch, 22. Juli 2015 12:00 Uhr
Nächste Information: Donnerstag, 23. Juli 2015 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hitze 4 Mittel- und Südtessin 16.07.15, 12 Uhr 23.07.15, 20 Uhr
Hitze 3 Westschweiz, Zentralwallis 20.07.15, 12 Uhr 22.07.15, 20 Uhr
Hochwasser 2 Alpennordhang, Jura, Mittelland, Wallis 22.07.15, 15 Uhr 23.07.15, 06 Uhr

Hitzewelle im Süden, im Wallis und in der Westschweiz. Regionale Hochwassergefahr auf der Alpennordseite.

Die Hitzewarnung Stufe 4 bleibt im Süden bis Donnerstagabend aufrecht, jene für Stufe 3 im Westen bis heute Abend. Hochwassergefahr in kleinen Einzugsgebieten infolge intensiver gewittriger Niederschläge insbesondere auf der Alpennordseite.

Wetter

Aktuelle Situation

Ein Hochdruckgebiet über dem Mittelmeer und Zentraleuropa sorgt weiterhin im ganzen Alpenraum für heisses Wetter. Von der Hitzewelle ist besonders die Alpensüdseite betroffen, in etwas abgeschwächter Form aber auch die Westschweiz und das Zentralwallis.

Gestern Dienstag wurden auf der Alpensüdseite an mehreren Orten Temperaturen von über 35 Grad gemessen. In Locarno-Monti wurden 35.5 Grad registriert, dies entspricht dem vierthöchsten Wert seit Messbeginn vor 80 Jahren.

Prognose

Die Hitzewelle dauert auf der Alpensüdseite bis Donnerstagabend, dabei werden weiterhin Temperaturen von 33 bis 35 Grad erreicht. Die nächtlichen Tiefstwerte liegen zwischen 20 und 22 Grad. Die Gewitterneigung nimmt auch auf der Alpensüdseite allmählich zu. Ab Freitag zeigen die numerischen Modelle allmählich eine Abnahme der Temperatur, womit die Hitzewarnung am Freitag und Samstag voraussichtlich auf die Stufe 3 zurückgestuft werden kann.

Im Wallis und der Westschweiz gilt heute noch eine Hitzewarnung der Stufe 3, es werden Temperaturen von 32 bis 34 Grad erwartet. Heute Abend kann die Warnung hier voraussichtlich aufgehoben werden.

Mit der Annäherung einer Kaltfront sind auf der Alpennordseite  im Laufe des Nachmittags, am Abend und in der ersten Nachthälfte teils heftige Gewitter zu erwarten. Damit verbunden sind punktuell grosse Niederschlagsmengen in kurzer Zeit, Hagelschlag und Sturmböen möglich.

Fliessgewässer und Seen

Die vorhergesagten Niederschläge und Gewitter in Kombination mit der Schnee- und Gletscherschmelze können insbesondere in kleinen und mittleren Fliessgewässern der betroffenen Regionen lokal zu kurzfristigen und starken Abflusszunahmen führen. Der kritische Zeitraum dauert von Mittwoch, 15 Uhr bis Donnerstag, 06 Uhr. Es ist nicht möglich, exakt abzuschätzen, welche Einzugsgebiete am stärksten betroffen sein werden. In grösseren Gewässern werden nach derzeitiger Vorhersage keine Warnschwellen überschritten.

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