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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Montag, 11. Januar 2016 12:00 Uhr
Nächste Information: Dienstag, 12. Januar 2016 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Schnee 3 Chablais, Unterwallis 10.01.16, 12 Uhr 12.01.16, 18 Uhr
Wind 3 Alpennordhang, Nordwestschweiz 11.01.16, 10 Uhr 13.01.16, 00 Uhr
Hochwasser 2 Genferseebecken, Jura, westlicher Alpennordhang, westliches Mittelland, zentrales Mittelland 08.01.16, 12 Uhr 12.01.16, 12 Uhr

Stürmische Westströmung mit schubweiser Feuchtigkeit.

Ergiebige Schneefälle im Chablais und im Unterwallis, stürmische Winde über der Alpennordseite und Hochwassergefahr in der Westschweiz sowie den angrenzenden Regionen.

Wetter

Aktuelle Situation

Über der Schweiz besteht seit mehreren Tagen eine starke Westströmung, welche schubweise Feuchtigkeit heranführt. Über den Jurahöhen wurden bereits Windböen von mehr als 100 km/h registriert. Seit Freitag, 8. Januar sind nördlich der Alpen, im Chablais und im Unterwallis bereits zwischen 50 und 90 mm Regen gefallen, in den übrigen Regionen wurden 10 bis 40 mm gemessen. Die Schneefallgrenze lag am Montagvormittag zwischen 1400 und 1800 Metern.

Prognose

Die Westströmung wird sich noch etwas verstärken und am Montagnachmittag über dem Mittelland und über dem Jura  oberhalb von 800 Metern 70 km/h, am Juranordfuss 90 km/h erreichen. Über den Alpen muss mit 90 bis 110 km/h gerechnet werden, an exponierten Lagen können Böen mit bis zu 130 km/h auftreten. Am Dienstagnachmittag werden die Winde über den westlichen Voralpen allmählich nachlassen, in den übrigen Regionen werden sie bis in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag andauern.

Bis am Dienstagvormittag fällt häufig Niederschlag, danach klingen sie allmählich ab. Ab Mittwochnachmittag wird es zunehmend trocken. Im Chablais und im Unterwallis werden oberhalb von 1200 Metern 60 bis 80 cm Neuschnee erwartet. Im südlichen Jura und in den Voralpen werden 40 bis 60 mm Niederschlag erwartet. Die Schneefallgrenze sinkt von anfangs rund 1400 Metern bis am Dienstagnachmittag gegen 700 Meter.

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Regen und Schneeschmelze führten in den letzten Tagen wiederholt zu verbreiteten Abflussanstiegen auf der Alpennordseite, insbesondere in den kleineren und mittleren Zuflüssen zu den Jurarandseen und zum Genfersee. Die registrierten Abflüsse verblieben zumeist unterhalb der Gefahrenstufe 2. Einzig die Broye überschritt am Montagmorgen vorübergehend die Schwelle zur Gefahrenstufe 2. Infolge der anhaltenden Niederschläge weisen derzeit viele Fliessgewässer im Jura und im Mittelland deutlich überdurchschnittliche Abflussniveaus auf. Die Böden sind in den vom Niederschlag betroffenen Gebieten verbreitet gesättigt und somit sofort abflusswirksam. Die Pegel der Jurarandseen und des Genfersees stiegen aufgrund der erhöhten Zuflüsse markant an. Gefahrenstufen wurden aber nicht erreicht. Der Abfluss aus dem gesteuerten Bielersee wurde in den letzten Tagen sukzessive erhöht. Die Abflüsse an der unteren Aare sind entsprechend deutlich angestiegen. Sie befinden sich derzeit knapp unterhalb der Gefahrenstufe 2.

Prognose

Die aktuellen und vorhergesagten Niederschläge werden dafür sorgen, dass die Abflüsse und Seepegel in den betroffenen Gebieten vorerst auf erhöhten Niveaus verbleiben. Die Gefahrenstufe 2 wird voraussichtlich an keinem grösseren Fliessgewässer oder See überschritten werden. Mit sinkender Schneefallgrenze und nachlassenden Niederschlägen wird ab Dienstag eine allgemeine Entspannung der Situation erwartet. Die Seepegel werden voraussichtlich noch mehrere Tage auf erhöhtem Niveau verbleiben, ebenso die Abflüsse an der untere Aare.

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