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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Dienstag, 12. Januar 2016 12:00 Uhr
Nächste Information: Mittwoch, 13. Januar 2016 12:00 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Schnee 3 Chablais, Unterwallis 10.01.16, 12 Uhr 13.01.16, 12 Uhr
Wind 3 Alpennordhang, Nordwestschweiz 11.01.16, 10 Uhr 13.01.16, 00 Uhr

Stürmische Westströmung mit schubweiser Feuchtigkeit.

Ergiebige Schneefälle im Chablais und im Unterwallis, stürmische Winde über der Alpennordseite und in der Nordwestschweiz. Ende Hochwassergefahr in der Westschweiz sowie den angrenzenden Regionen.

Wetter

Aktuelle Situation

Über der Schweiz herrscht seit mehreren Tagen eine starke Westströmung, welche schubweise feuchte Luft heranführt. Über den Jurahöhen und im nördlichen Mittelland wurden bereits Windböen von mehr als 100 km/h registriert. Seit Freitag, 8. Januar sind nördlich der Alpen, im Chablais und im Unterwallis bereits zwischen 50 und 140 mm Regen gefallen, in den übrigen Regionen wurden 20 bis 70 mm gemessen. Die Schneefallgrenze lag am Dienstagvormittag bei 800 Metern und sinkt im Laufe des Tages bis in die Niederungen ab.

Prognose

Die Westströmung dauert in der Höhen an, sie schwächt sich in der Nacht auf Mittwoch allmählich ab. Im Allgemeinen liegen die Windspitzen bei 50 bis 70 km/h.  Beim Durchzug von Niederschlagszonen können nochmals rund 90 km/h erreicht werden. An erhöhten und exponierten Lagen muss mit Windspitzen von 70 bis 120 km/h gerechnet werden.

Die Niederschläge haben einen schauerartigen Charakter und sind bis Mittwochvormittag noch kräftig. Sie schwächen sich in der Folge ab und gehen am Mittwochnachmittag zu Ende. Insgesamt sind oderhalb 700 Metern im Chablais und im Unterwallis nochmals 20 bis 40 cm, in den Voralpen 15 bis 30 cm Neuschnee zu erwarten.

Fliessgewässer und Seen

Aktuelle Situation

Regen und Schneeschmelze führten in den letzten Tagen wiederholt zu verbreiteten Abflussanstiegen auf der Alpennordseite, insbesondere in den kleineren und mittleren Flüssen der Westschweiz. Die registrierten Abflussmengen verblieben zumeist unterhalb der Gefahrenstufe 2. Einzig die Broye überschritt am Montagmorgen vorübergehend die Schwelle zur Gefahrenstufe 2. Infolge der Niederschläge der letzten Tage weisen viele Fliessgewässer im Jura und im Mittelland immer noch deutlich überdurchschnittliche Abflussniveaus auf. Die Pegel der Jurarandseen und des Genfersees stiegen aufgrund der erhöhten Zuflüsse markant an. Gefahrenstufen wurden aber nicht erreicht. Die Abflüsse aus dem Bielersee sowie dem Genfersee wurden in den letzten Tagen erhöht. Sie befinden sich jedoch unterhalb der Gefahrenstufe 2.

Prognose

Mit sinkender Schneefallgrenze und nachlassenden Niederschlägen entspannt sich die allgemeine Situation. Die Warnung kann somit aufgehoben werden. Die Seepegel werden voraussichtlich noch mehrere Tage auf erhöhtem Niveau verbleiben, ebenso die Aare unterhalb des Bielersees und die Rhone unterhalb des Genfersees.

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