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Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Dienstag, 21. Mai 2019 11:00 Uhr
Nächste Information: Mittwoch, 22. Mai 2019 11:00 Uhr


Ende intensiver Dauerregen am zentralen und östlichen Alpennordhang. Andauernde Hochwassersituation in der Ostschweiz. 

Am zentralen und östlichen Alpennordhang sind bis Dienstagmorgen 50 bis 70, lokal bis 80 mm Niederschlag gefallen.  Für die Thur gilt weiterhin die Gefahrenstufe 2, neu wird nun auch der Hochrhein bewarnt. Die Abflussspitzen werden im Verlaufe des Dienstagnachmittags erwartet.  
Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Hochwasser 2 Hochrhein , Thur 20.05.19, 15 Uhr 22.05.19, 11 Uhr

Wetter  (Stand: 21.05.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Ein Tief mit Zentrum über Polen steuert bis am Mittwochvormittag noch feuchte und recht labil geschichtete Luft aus Nordosten zur Schweiz. Dort wird sie besonders am zentralen und östlichen Alpennordhang etwas gestaut.

Insgesamt sind von Montag- bis Dienstagvormittag am zentralen und östlichen Alpennordhang zwischen 50 und 70 mm, lokal bis 80 mm Niederschlag gefallen. Die Schneefallgrenze lag dabei um 2000 Meter. Die Niederschläge haben nun etwas nachgelassen und daher wurde die Warnung der Stufe 3 aufgehoben.
 

Prognose

Bis am Mittwochmorgen ist am zentralen und östlichen Alpennordhang noch mit 25 bis 35 mm Niederschlag zu rechnen bei einer Schneefallgrenze um 2000 Meter. Dies wird mit einer Warnung der Stufe 2 abgedeckt. Unwetterartige Niederschläge der Stufe 3 werden keine mehr erwartet.
 

Fliessgewässer und Seen  (Stand: 21.05.2019, 11:00 Uhr)

Aktuelle Situation

Die Wasserstände an Thur, Sihl, Limmat und Hochrhein sind in der Nacht auf Dienstag weiter angestiegen. Die Thur bei Halden erreichte in den frühen Morgenstunden des Dienstags die Gefahrenstufe 2. An den bewarnten Gewässer Emme und Sihl überschritten die Abflüsse nicht die Gefahrenstufe 2. Die Emme und die Sihl erreichten ihre Maximalabflüsse am Montagabend bzw. am Dienstagmorgen. Seitdem sinken dort die Abflüsse wieder. Die kleineren Flüsse am Alpennordhang und im angrenzenden Mittelland haben ebenfalls auf die gefallenen Niederschläge reagiert und sind teilweise stark angestiegen. Die Abflüsse verblieben jedoch unterhalb der Schwelle zur Gefahrenstufe 2. Die gefallenen Niederschläge haben verbreitet zu einer erhöhten Abflussbereitschaft geführt.

Prognose

Die Abflüsse an Thur und Hochrhein werden aufgrund der vorhergesagten Niederschläge und der weitgehend gesättigten Böden weiterhin auf erhöhten Niveaus verbleiben. Insbesondere am Hochrhein werden noch leichte Anstiege erwartet. Mit den anhaltend schauerartigen Niederschlägen sind an der Thur im Verlaufe des Dienstags erneute Abflussanstiege möglich. Eine Entspannung der Hochwassersituation wird sich an der Thur und am Hochrhein erst im Verlaufe des Mittwochs einstellen.

Die bisher bewarnten Flüsse Emme und Sihl werden die Gefahrenstufe 2 nicht erreichen. Sie können daher entwarnt werden. An der Limmat werden die Abflüsse zunächst noch erhöht bleiben.

Insbesondere die Pegel der kleineren Flüsse in den östlichen Landesteilen unterhalb von rund 2000 Metern weisen verbreitet Abflüsse auf erhöhten Niveaus auf. Auch hier wird aufgrund der Wettersituation die Lage zunächst noch angespannt bleiben.

Station Gefahrenstufe Maximum Zeitpunkt Maximum
Rhein-Basel 2 2400 - 2600 m³/s 21.05.19, 12:00 Uhr - 18:00 Uhr
Thur-Andelfingen 2 550 - 650 m³/s 21.05.19, 11:00 Uhr - 15:00 Uhr

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