Das Hochdruckgebiet schwächt sich weiter ab. Mit einer Westströmung
wird zunehmend feuchte und instabile Luft in den Alpenraum geführt.
In den vergangenen Tagen erreichten die Höchsttemperaturen in tiefen
Lagen der Schweiz Werte zwischen 32 und 35 Grad. Gewitter am
Nachmittag und Abend des Dienstags, 14. Juli, brachten den
betroffenen Gebieten eine vorübergehende Abkühlung. Die
Tiefsttemperaturen lagen nördlich der Alpen zwischen 15 und 21 Grad
und auf der Alpensüdseite zwischen 18 und 23 Grad.
Mit der weiterhin vorhandenen warmen Luftmasse ist in den kommenden
Tagen mit erheblicher Gewittertätigkeit zu rechnen, wobei es lokal
auch zu heftigen Gewittern kommen kann.
Nördlich der Alpen werden die Schwellenwerte für eine Hitzewelle
voraussichtlich nicht mehr erreicht – allenfalls ist dies lokal noch
möglich. Im Süden hingegen ist weiterhin mit einer Überschreitung
dieser Grenzwerte zu rechnen. Die Höchsttemperaturen liegen dort
zwischen 29 und 32 Grad.
Die Tiefsttemperaturen bewegen sich zwischen 17 Grad in den Ebenen
und 23 Grad in Hügellagen. Während der heissesten Tageszeit liegt
die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 35 und 50 %.
Die Tiefsttemperaturen werden in städtischen Gebieten um einige Grad
höher ausfallen als im Umland, da die nächtliche Abkühlung dort
langsamer und weniger ausgeprägt verläuft.
Trotz der Gewitter werden sich die durchschnittlichen regionalen
Temperaturen auf der Alpensüdseite weiterhin im Bereich der
Hitzewellen-Schwellenwerte bewegen. Ab Freitag nimmt die
Unsicherheit der Prognose zu, obwohl ein leichter Temperaturrückgang
erwartet wird. Das Aufkommen des Nordföhns zwischen Samstag und
Sonntag könnte die Höchsttemperaturen jedoch weiterhin über 30 Grad
und die Durchschnittswerte nahe der Schwelle halten. Folglich lässt
sich eine Verlängerung der Warnung bis Sonntag nicht gänzlich
ausschliessen, auch wenn dies eher unwahrscheinlich bleibt.