Der Alpenraum befindet sich in den nächsten Tagen am nördlichen Rand
eines ausgedehnten Hochdruckgebiets über dem Mittelmeerraum und
Südosteuropa. Mit einer mässigen Südwestströmung gelangt heisse und
zeitweise instabilere Luft zur Schweiz.
Am Samstag, 1. August wurden in den Niederungen der Alpensüdseite
Höchsttemperaturen von 33 bis 35 Grad gemessen. Auf der
Alpennordseite erreichten die Höchstwerte vorübergehend nur 29 bis
32 Grad. In den Alpen und auf der Alpensüdseite bildeten sich einige
Gewitter, welche aber keine nennenswerte Auswirkungen auf die
Hitzewelle haben.
In den kommenden Tagen werden in der ganzen Schweiz
Höchsttemperaturen zwischen 31 und 35 Grad erwartet. Während der
heissesten Tageszeit schwankt die relative Luftfeuchtigkeit zwischen
30% und 45%. Die Tiefsttemperaturen bewegen sich im Norden zwischen
17 und 21 Grad und im Süden zwischen 19 und 23 Grad.
In den städtischen Gebieten liegen die Tiefsttemperaturen in der
Nacht um einige Grad höher als die oben genannten Werte, da die
nächtliche Abkühlung dort langsamer und weniger ausgeprägt verläuft
als in den umliegenden Regionen.
Aufgrund der anhaltend sehr heissen und trockenen Witterung gilt im
ganzen Land eine Trockenheitswarnung der Stufe 4. Das
Trockenheitsbulletin wird jeweils donnerstags um 17:00 Uhr
aktualisiert und ist auf dem Portal
https://www.trockenheit.admin.ch/de abrufbar.
Vor allem in den Alpen gibt es jeweils in der zweiten Tageshälfte
einige Gewitter. Diese haben aber keine nennenswerte Milderung der
Trockenheit oder Hitze zur Folge.
Die Temperaturentwicklung und die Gewitteraktivität ab Donnerstag
sind insbesondere in den Alpen und auf der Alpennordseite mit
Unsicherheiten behaftet. Es ist möglich, dass in der Nordwestschweiz
die Schwellenwerte für Stufe 4 nicht mehr erreicht werden.
Auch das Ende der Hitzewelle ist derzeit noch nicht klar. In
den kommenden Tagen ist daher eine Verlängerung der Warnung über die
derzeitige Gültigkeitsdauer hinaus möglich.