Der Alpenraum befindet sich am nördlichen Rand eines ausgedehnten
Hochdruckgebiets über dem Mittelmeerraum und Südosteuropa. Mit einer
mässigen Südwestströmung gelangt heisse und zeitweise instabilere
Luft zur Schweiz. Zwischen Mittwoch und Donnerstag fliesst nördlich
der Alpen und zwischen Freitag und Samstag südlich der Alpen weniger
warme Luft ein.
Am Montag, 3. August wurden in den Niederungen der ganzen Schweiz
Höchsttemperaturen von 32 bis 36 Grad gemessen. Im Flachland gab es
in der Nacht von Montag, 3. August auf Dienstag, 4. August teilweise
eine Tropennacht.
In den kommenden Tagen werden in der ganzen Schweiz
Höchsttemperaturen zwischen 31 und 34 Grad erwartet. Ab Donnerstag
werden die Temperaturen auf der Alpennordseite etwas zurückgehen,
weshalb die Hitzewarnung voraussichtlich am Mittwochabend aufgehoben
werden kann. Auf der Alpensüdseite werden die Temperaturen erst ab
Samstag unter die Schwelle für eine Hitzewarnung der Stufe 4 sinken,
allerdings ist es möglich, dass weiterhin eine Warnung der Stufe 3
gilt.
Während der heissesten Tageszeit schwankt die relative
Luftfeuchtigkeit zwischen 30% und 45%. Die Tiefsttemperaturen
bewegen sich im Norden zwischen 16 und 21 Grad und im Süden zwischen
19 und 23 Grad.
In den städtischen Gebieten liegen die Tiefsttemperaturen in der
Nacht um einige Grad höher als die oben genannten Werte, da die
nächtliche Abkühlung dort langsamer und weniger ausgeprägt verläuft
als in den umliegenden Regionen.
Vor allem in den Alpen gibt es jeweils in der zweiten Tageshälfte
einige Gewitter. Diese haben aber keine nennenswerte Milderung der
Trockenheit oder Hitze zur Folge.
Aufgrund der anhaltend heissen und trockenen Witterung gilt im
ganzen Land eine Trockenheitswarnung der Stufe 4. Das
Trockenheitsbulletin wird jeweils donnerstags um 17:00 Uhr
aktualisiert und ist auf dem Portal
https://www.trockenheit.admin.ch/de abrufbar.
Ab Freitag ist die Entwicklung der Temperaturen auf der
Alpensüdseite noch unsicher: Die Schwellenwerte für eine Warnung der
Stufe 4 werden möglicherweise nicht mehr verbreitet erreicht. Es ist
allerdings möglich, dass die Temperaturen ab Samstag weiterhin über
dem Schwellenwert der Warnstufe 3 liegen, was eine Verlängerung der
Hitzewarnung erforderlich machen würde. Folglich ist das Ende der
Hitzewelle auf der Alpensüdseite noch ungewiss.